St. Petri-Kirche in Berlin-Cölln

Gemeindeversammlung am 19. Februar 2012

Nach dem Gottesdienst am 19. Februar begann in der Marienkapelle in der Marienkirche um 12 Uhr die Gemeindeversammlung. Von den 300 Gottesdienstbesuchern nahmen 50 an der Versammlung teil. Obwohl die Versammlung zu einem ung├╝nstigen Zeitpunkt stattfand, kamen ungef├Ąhr die H├Ąlfte der Teilnehmer aus dem ehemaligen Gemeindeteil Petri-Luisenstadt, anwesend, denn es stand auch die Entwidmung des  traditionsreichen Gemeindehauses in der Neuen Gr├╝nstra├če 19 auf der Tagesordnung.

In dem Bericht ├╝ber die Arbeit des GKR wurde ├╝ber die ehrenamtliche T├Ątigkeit im Marien-Teil ausf├╝hrlich eingegangen. Das sich aber in der Neuen Gr├╝nstra├če 19 sechs verschiedene Gemeindekreise ausschlie├člich auf ehrenamtlicher Basis treffen, wurde vom GKR nicht erw├Ąhnt.

Zur durch den GKR beschlossenen Entwidmung des Gemeindehauses Neue Gr├╝nstra├če f├╝hrte der berufene ├älteste Herr M├╝llner aus, dass das Gemeindehaus im maroden Zustand sei und sich eine Renovierung nicht lohne. Es sei geplant, das Gemeindehaus zu ver├Ąu├čern. Der erzielte Erl├Âs w├╝rde in das kirchliche Verm├Âgen ├╝bergehen. Eine sp├Ątere Entnahme w├Ąre aber nur mit kirchenaufsichtlicher Genehmigung m├Âglich.

W├Ąhrend der darauf folgenden Aussprache ├╝bergab Herr Wolfgang Noack dem GKR 198 Unterschriften, davon 50 Gemeindeglieder der St.Petri-St.Marien-Gemeinde, von denen die R├╝cknahme des Beschlusses zur Entwidmung gefordert wurde. Die Unterschriftenlisten wurden innerhalb kurzer Zeit u.a. von den Mitgliedern den verschiedenen Gemeindekreise (Bibel-, Frauen-, Seniorenkreis, Eltern behinderter Kinder, Petri-Gemeindechor) und von der ├ľkumenischen Seniorenkantorei, die sich in der Neuen Gr├╝nstra├če 19 treffen, von Eltern, Angestellten und auch der Leiterin der Kindertagesst├Ątte sowie von ehemaligen ├ältesten, Kreissynodalen, Mitgliedern der Landessynode, Angestellten aus dem kirchlichen Raum, Nutzern des Gemeindehauses und Anwohnern unterzeichnet.

Eine Befragung, auch eine Abstimmung als Votum zur Entwidmung fand in dieser Gemeindeversammlung nicht statt! Auch wurde der Gemeindebeirat nicht nach seiner Meinung befragt.

Schon wie zur Einstellung der Gottesdienste in der Neuen Gr├╝nstra├če ignorierte der GKR den Willen der Gemeindeglieder zur Beibehaltung der Predigtst├Ątte. Damals forderten Gemeindeglieder mit einer Unterschriftenaktion den Erhalt der Predigtst├Ątte.