St. Petri-Kirche in Berlin-Cölln

Pfarrer Krug zum Superintendenten des Kirchenkreises Teltow-Zehlendorf gewählt

Am 18. November 2011 wählte die Kreissynode des Kirchenkreises Teltow-Zehlendorf Pfarrer Dr. Johannes Krug, zurzeit Pfarrer an unserer Kirchengemeinde St.Petri-St.Marien, im ersten Wahlgang zu ihrem Superintendenten. Auf Pfarrer Krug entfielen 47 Stimmen, auf den Gegenkandidaten Pfarrer Lukas 19 Stimmen. Zwei Enthaltungen wurden gezählt.

In diesem Zusammenhang erreichte uns eine E-Mail aus dem Kirchenkreis Teltow-Zehlendorf, deren Inhalt hier wiedergegeben ist:

 

„Mit Erschrecken habe ich leider erst hinterher erfahren, dass Pfr. Johannes Krug aus Berlin-Mitte bei uns in Teltow-Zehlendorf als Superintendent kandidiert hat und inzwischen gewählt wurde.

Als Pfarrer der fusionierten St.-Marien-St.-Petri-Gemeinde hat er sich maßgeblich mit dafür eingesetzt, dass gegen die Intention und den Wortlaut des Fusionsvertrags im ehemaligen „Bereich St. Petri“ kein Gemeindeleben mehr stattfinden kann - mit der Begründung dass die Zukunft der Gemeinde ausschließlich(!) in der „Passantengemeinde“ der „Citykirche“ St. Marien läge und liegen solle.

Damit hat Pfr. Krug dazu beigetragen, deutlich zu zeigen, dass Fusionsverträge (auch wenn „In Jesu Namen“ darüber steht) nicht ihr Papier wert sind, wenn der GKR der fusionierten Gemeinde sich mit der Mehrheit (hier der  gewählten und dann anschließend zahlreicher weiterer berufener Mitglieder aus dem ehemaligen Bereich St. Marien) einfach über die wesentlichen getroffenen Bestimmungen hinwegsetzt, z.B. Aufhebung der Predigtstätte, die Abschaffung der Gemeindebezirke, ... - und das alles mit der Rückendeckung durch Kirchenkreis und Landeskirche.

Im Nachhinein entsteht der Eindruck, dass die Fusion lediglich dazu diente, dem (vorwiegend kulturellen) Projekt Marienkirche die für den Betrieb erforderlichen Mittel zukommen zu lassen - aus den nicht unerheblichen Gebäudebeständen von St. Petri und den Zuweisungen aufgrund der Gemeindeglieder.

Christian Penzlin
Berlin-Zehlendorf, im November 2011“