St. Petri-Kirche in Berlin-Cölln

Fusionsvertrag der Gemeinde St.Petri-St.Marien verletzt

Der Fusionsvertrag, der von den beiden Kirchengemeinden Marien und St.Petri-Luisenstadt am 23.9.2005 geschlossen wurde, ist durch drei gravierende Beschl├╝sse des nun amtierenden GKR, gegen die Stimmen der ├ältesten des Pfarrbezirks Petri verletzt worden. Zwei der drei Gottesdienst-Standorte werden aufgegeben. Es sind der Georgensaal und das Gemeindehaus in der Neuen Gr├╝nstra├če. Auch wurden die Pfarr- und Wahlbezirke aufgehoben. Ebenso wird eine Besetzung der dritten Pfarrstelle nicht angestrebt.

Hierauf beantragten am 14. Oktober 2009 35 Gemeindemitglieder eine Gemeindeversammlung nach Grundordnung Artikel 28, Abs. 1, Satz 2, um den gewachsenen Diskussionsbedarf Raum geben zu k├Ânnen und dass damit den Beanstandungen nachgegangen werden kann.

Die Gemeindeversammlung wurde durch den GKR zum 28. Januar 2010, auch nach der geplanten Beendigung der Gottesdienste an den o.g. Standorten angesetzt. Dann wurde aber nach Anmahnung durch Gemeindemitglieder vom 24. November 2009 die Gemeindeversammlung zum 17. Dezember 2009 in die Marienkirche (und nicht wie von den Antragstellern gefordert, im Petri-Gemeindehaus) einberufen.

Zwischenzeitlich richteten verschiedene Gemeindekreise, wie der Petri-Chor und der Frauenkreis, sowie verschiedene Einzelpersonen Schreiben an den GKR, wo sie ihre Besorgnis zu den Verletzungen des Fusionsvertrages ausdr├╝ckten.

Sechzig Gemeindemitglieder unterschrieben eine "Stellungnahme und Beanstandungen anl├Ąsslich der Gemeindeversammlung am 17. Dezember 2009", die von Frau Steeger in der Gemeindeversammlung vorgetragen wurde. Der Vortrag des Kirchen├Ąltesten Thomas Noack wurde vom Moderator der Versammlung, Pfarrer Lohenner, unterbrochen. Hier der gesamte Text.

Die Beitr├Ąge von Herrn Dr. Wauer und Herrn Wolfgang Noack sind hier einsehbar.

Auf der Versammlung erkl├Ąrten sich auch Pfarrer i.R. Bo├č und Pfarrer i.R. Heidler bereit, in der Neuen Gr├╝nstra├če Gottesdienste zu halten.

Da bis zum 3.1.2010 der GKR nicht zusammengetreten ist, sahen sich 13 Gemeindemitglieder nun gezwungen, beim kirchlichen Verwaltungsgericht zu erwirken, dass der abschlie├čende Gottesdienst am 3.1.2010 in der Neuen Gr├╝nstra├če nicht stattfindet.

Am 3.1.2010 versammelten sich ca. 70 Gemeindemitglieder im Petri-Gemeindesaal. Dieser Gottesdienst wurde von Pfarrer Krug, Pfarrer Hohberg und Superintendent H├Âcker gehalten. Anwesend war auch Bischof Dr├Âge. Da der Auszug aus dem Gemeindesaal doch erfolgen sollte, verlie├čen zu Beginn des Gottesdienstes unter Protest ├╝ber 55 Gemeindemitglieder den Petri-Saal. Es bekr├Ąftigten die ausgezogenen Gemeidnemitglieder, dass der Gemeindeteil Petri nicht bereit ist, den Standort Neue Gr├╝nstra├če aufzugeben. Sie beharren auf die strikte Einhaltung des Fusionsvertrages.

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