St. Petri-Kirche in Berlin-Cölln

Fusionsvertrag erneut verletzt

Der Fusionsvertrag, der von den beiden Kirchengemeinden Marien und St.Petri-Luisenstadt am 23.9.2005 geschlossen wurde, ist erneut durch einen gravierenden Beschluss am 7.7.2010 des nun amtierenden GKR, offensichtlich gegen die Stimmen der ├ältesten des Pfarrbezirks Petri verletzt worden. Herr Pfarrer Krug gab in dem an diesem Tag ├Âffentichen Teil der GKR-Sitzung bekannt, dass der GKR mit der Marien-dominierten Mehrheit erw├Ągt, das Petri-Gemeindehaus in der Neuen Gr├╝nstra├če und das Pfarrhaus der Nikolaikirche zu ver├Ąu├čern, um dadurch finanziellen Spielraum zur Finanzierung des noch in v├Âlliger Unklarheit befindlichen Projektes  eines Interkulturelles Zentrums am ehemaligen Standort der Petrikirche zu gewinnen.

Nach dem zwangsweisen Beenden der Sonntagsgottesdienste am 3.1.2010 durch den Marien-dominierten GKR gegen den wiederholten vielf├Ąltigen Widerstand von vielen Gemeindegliedern und auch den Gemeindekreisen des Petri-Teils ist erkennbar, dass dem Marien-Teil offensichtlich nichts an der Seelsorge der Petri-Gemeindemitglieder gelegen ist. Die beiden Marienpfarrer Krug und Hohberg fordern sogar in einem von ihnen initiierten "Offenen Brief" die andersdenkenden Gemeindemitglieder auf, sich umgemeinden lassen. (Dieses weckt schlimmste Erinnerungen an die DDR-Zeit um die Ausb├╝rgerung von Wolf Biermann.)

Auf dieser ├Âffentlichen Sitzung ist ein Bericht im aufwendigen Farbdruck ├╝ber die Arbeit der St.Petri-St.Marien-Gemeinde verteilt worden, der wesentliche Teile der Gemeindearbeit im Petri-Gemeindehaus nicht darstellt. Die Gottesdienste fanden keinen Niederschlag, ebenso auch nicht die Kreisarbeit f├╝r Familien mit behinderten Kindern. Die Wochenendfahrten nach Waldsieversdorf sind auch nicht aufgef├╝hrt, auch nicht die ├ľkumenische Seniorenkantorei. Der 2009 durchgef├╝hrte Weltgebetstag in der Neuen Gr├╝nstra├če wurde gleichfalls nicht erw├Ąhnt. - Nach Au├čen hin wird somit der Eindruck erweckt, dass dieses Gemeindehaus ein "Unort" ist, um den es nicht schade ist, diesen zu schlie├čen.
Interessant in diesem Bericht ist, dass von den 527.499 Euro Einnahmen in der Gr├Â├čenordnung von etwa 300.000 Euro aus Eink├╝nften den ehemaligen Petri-Teils der Gemeindekasse zuflie├čen und somit den Luxus von 9 Personen in der Citykirchen-Arbeit finanzieren. (Abgesehen von den Kirchsteuer-Zuweisungen von etwa 1.500 Gemeindemitgliedern des Petri-Teils der 3000 Gemeindemitglieder insgesamt.) In den Petri-Teil flie├čen keine nennenswerten Gelder in Personal- und Sachkostenform. (Siehe hierzu auch...)

Nun ist es f├╝r den Letzen auch offensichtlich geworden: Marien ist nur an Immobilien und Geldern von Petri interessiert, alles Andere ist nicht von Bedeutung, au├čer ihre Citykirchen-Arbeit. Somit ist der Fusionsvertrag nur noch Makulatur wert.

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