St. Petri-Kirche in Berlin-Cölln

Grabungen auf dem Petriplatz beendet

Petriplatz im MĂ€rz 2010
Baustellen an der Kreuzung Seydel- Ecke Neue GrĂŒnstraße
Baustellen Neue GrĂŒnstraße 15 und 16

Am Petriplatz sind dieser Tage die Gruben der archĂ€ologischen Ausgrabungen wieder mit Sand verfĂŒllt worden. Nach mehr als zwei Jahren haben die Ausgrabungen zur Petrikirche und umliegenden GebĂ€uden, wie das Cöllner Rathaus und die Lateinschule ein Ende gefunden. Vieles, was bis jetzt ĂŒber unsere Vorfahren hier an der Wiege Berlins im Dunkeln lag, wurde unter der Leitung der Grabungsleiterin Claudia Mehlisch ans Tageslicht gebracht: Wir wissen nun mehr ĂŒber die Lebensart und die Gesundheit der vergangenen Generationen in unserer Gemeinde. Auch musste der Zeitpunkt der Besiedelung dieses GelĂ€ndes durch den Fund eines Balkens korrigiert werden. Vieles ist nun noch im Nachhinein mit akribischer Feinarbeit zu erledigen. - Wir sind auf die Ergebnisse gespannt!

Nicht weit vom Petriplatz, auf dem ehemaligen Mauerstreifen entwickelt sich eine rege BautĂ€igkeit. In unmittelbarer NĂ€he zu unserem Gemeindehaus in der Neuen GrĂŒnstraße und Alten Jacobstraße sind acht WohnhĂ€user im Entstehen. Auch in Nachbarschaft zum Engelbecken und in der Dresdener Straße entstehen zurzeit mehr als 5 HĂ€user. Die „Berolina e.G.“ hat in den vergangenen Jahren im Gemeindegebiet 8 HĂ€user errichtet. Ein Ende dieser vielfĂ€ltigen BauaktivitĂ€ten ist noch nicht abzusehen. Es gibt jetzt schon wieder GrundstĂŒcke, wo ein baldiger Baubeginn angekĂŒndigt wird. Nach meiner vorsichtigen SchĂ€tzung bedeutet dass, das fĂŒr den Gemeindeteil „St.Petri“ einen Zuwachs von mindestens 500 Gemeindemitgliedern vorerst zu rechnen ist, wenn diese WohnhĂ€user alle fertig bezogen sind.

Im Gemeindeteil „St.Marien“ finden keine wesendlichen BauaktivitĂ€ten statt. Unser Gemeindeteil wird die GrĂ¶ĂŸe von „St. Marien“ in kurzer Zeit ĂŒberflĂŒgeln. UnverstĂ€ndlich ist, dass das Gemeindezentrum in der Neuen GrĂŒnstraße, umgeben von vielen entstehenden Neubauten, zu einem „Dornröschenschlaf“ verdammt ist. Hier ist fĂŒr unsere Gemeinde in nĂ€chster Zeit viel zu tun! Es dĂŒrfen jedoch nach dem Willen der St.-Marien-Mehrheit im GKR keine sonntĂ€glichen Gottesdienste in der Neuen GrĂŒnstraße mehr stattfinden. - Selbst unter der SED-Diktatur hatte keiner versucht, Gottesdienste einzuschrĂ€nken! (Der GKR unserer Gemeinde setzt sich aus 4 Ältesten aus dem Gemeindeteil „St.Marien“, 3 Ältesten aus dem Gemeindeteil St.Petri, den beiden Marien-Pfarrern und zwei durch die Marien-Mehrheit kooptierten Gemeindegliedern aus dem Marien-Teil zusammen. Somit ist es nicht verwunderlich, dass die berechtigten Anliegen des Gemeindeteils „St.Petri" „demokratisch“ immer mit 8 gegen 3 Stimmen niedergestimmt werden.)

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